1. Herren noch auf der Suche nach der Form

TSC Eintracht Dortmund - VV Humann Essen V 3:2 (23:25, 25:19, 25:27, 25:17, 15:10)

So richtig rund läuft es noch nicht bei der Ersten des TSC. Doch immerhin war in wiedermal geschwächter Aufstellung (u.A. ohne Libero und ohne Coach Ole Wirtz) eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen, vor allem im Vergleich zum Debakel des letzten Wochenendes in Holsterhausen.

So begann der erste Satz sehr durchwachsen: der TSC zeigte Defizite in allen Bereichen. Besonders in der Annahme offenbarte man Schwächen durch Abstimmmungsprobleme und individuelle Fehler, sodass man sich nicht vom Gegner absetzen konnte. Bei diesem Punkterennen auf Augenhöhe hatte letztendlich der Gast aus Essen knapp die Nase vorn (23:25).

Zunächst zeigte sich ein ähnlich fehlerreiches Spiel im zweiten Durchgang. Große Ausnahme: die Eintracht verstand es nun durch zielgerichtete Aufschläge den Essener Spielaufbau zu hemmen und das eigene Spiel besser zu variieren. Simon Austrups Aufschlagserie von 8:12 auf 13:12 gab dabei die Initialzündung, die den deutlichen 25:19-Satzgewinn bescherte.

Als hätte es keinen Seitenwechsel gegeben, setzte der TSC seinen Lauf fort. Bei einer zwischenzeitlichen Führung von sechs Punkten (16:10) schien der zweite Satzgewinn schon sicher. Denkste! Die Führung schmolz immer weiter dahin, weil der Schlendrian einsetzte; auch die Einwechslung der Debütanten Herzog und Kemker brachte leider keine Wende. So schaffte Essen den Ausgleich zum 22:22 und verwandelte den dritten Satzball zum 25:27.

Doch die Dortmunder Eintracht ließ sich vom 1:2-Rückstand nicht beirren, kämpfte nun umso verbissener um jeden Ball. Eine deutlich stabilere Blockarbeit und bessere Feldaufteilung boten dem Gegner aus Essen jetzt kaum noch Lücken und besiegelten einen abermals deutlichen Satzgewinn (25:17). Besonders Markus Grund glänzte - sowohl im Block als auch im Angriff - über die Mitte und verwandelte jeden noch so unsauberen Pass in direkte Punkte.

Im Tiebreack blitzte endlich wieder eine Stärke des TSC aus letzter Saison auf: ob es eine konditionelle oder mentale Überlegenheit ist, sei mal dahingestellt. Aber nach dem Seitenwechsel beim Stand von 8:7 brannte nichts mehr an und die Eintracht sicherte sich mit dem 15:10 den ersten Sieg dieser Saison. Nun ist zu hoffen, dass die Formkurve weiterhin nach oben deutet und man zu alter Sicherheit und Konstanz zurückfindet, wie sie in diesem Spiel leider nur phasenweise zu finden war.

Es spielten: Austrup, Grund, Grütering, Herzog, Hoffmann(C), Kemker, Laczkowski, Zorn

Laczkowski

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