2. Herren besiegen "Tie-Break-Fluch"
TVE Vogelsang - TSC Eintracht Dortmund II 2:3 (25:23; 22:25; 25:21; 17:25; 11:15)
- 16.01.2018
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, den Hallenwart davon zu überzeugen, dass an jenem Sonntag trotz widriger Bohnerarbeiten ein Spiel der Landesliga stattfinden sollte, konnte man leicht verspätet die Halle betreten und war überrascht welches hervorragende Geläuf man dort vorfand. Erneut unter schwierigen Vorzeichen starteten die TSCler in die zweite Rückrundenpartie. Zwar hatte man den zunächst fraglichen Stammmittelblocker Markus Grund an Bord, doch dafür fehlten einige Stammkräfte verletzungsbedingt oder waren privat verhindert. Das soll gegen den ebenfalls stark ausgedünnten Kader der Vogelsänger jedoch keine Ausrede sein.
Der erste Satz war für die mitgereisten TSC-Fans eine wahre Zumutung. Hüftsteif und ohne jeglichen Biss präsentierten sich die Gäste, als ob sie nach dem Winterschlaf direkt in die Frühjahrsmüdigkeit gefallen wären. Folglich mussten die Vogelsänger ihr ohnehin bescheidenes Spiel nur konsequent durchziehen, um den ersten Satz ungefährdet für sich zu entscheiden. Trauriger Höhepunkt des Rat-Races zweier unterirdisch spielender Mannschaften, waren die, mit dem Rücken zum Feld geschlagenen unteren Angaben eines Vogelsanger-Spielers, die teilweise der eintrachtschen Annahme erhebliche Probleme bereiteten. Am Ende stand es aus TSC-Sicht 23:25.
Zäh, allerdings leicht verbessert und mit etwas mehr Elan startete das Spiel der Dortmunder im zweiten Satz. Positiv anzumerken, waren die beiden starken Leistungen der beiden Mittelblocker Liman und Grund, die mit starken Angriff- und Blockaktionen den Karren immer wieder aus dem Dreck zu ziehen im Stande waren. Weiterhin stark verbesserungswürdig blieb jedoch die Annahme und die Bereitschaft, unterhalb der eigenen Kniehöhe zu agieren. Alles in Allem reichte jedoch der Leistungsschub, um mit 22:25 zu gewinnen und so den absoluten Fehlstart, verbunden mit verlorenen Punkten, vorerst abzuwehren.
Diese Federn musste man erst im nächsten Satz lassen. Die Eintracht-Männer starteten mit einer fünf zu null Serie und konnten ihren Vorsprung im Laufe des Satzes auf 8 Punkte ausbauen. Außenangreifer Willi Pischke lief richtig warm und erzielte die ersten 6 Punkte der Eintracht quasi im Alleingang (Anmerkung der Redaktion ;) ). Trotz alledem, und insbesondere aufgrund technischer Fehler und einem schwachem ersten Kontakt auf Seiten der Dortmunder, kamen die Männer aus Vogelsang wieder ran und konnten den Satz deutlich mit 21:25 gewinnen.
Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass man schonmal mindestens einen Punkt abgeben müsse. Um den Schaden im Rahmen zu halten, besann man sich wieder auf eigene Stärken und zeigte im vierten Satz ganz klar, dass die vorherigen Sätze nicht dem eigenen Leistungsvermögen entsprachen. Überlegen und ohne größere Wackler, konnte man die Vogelsänger mit 25:17 deutlich in die Schranken weisen.
Der fällige Tie-Break, der Angstsatz der Dortmunder, nachdem dieser in den vergangenen vier Partien stets abgegeben wurde, zeigte einmal mehr die wahren Kräfteverhältnisse der beiden Teams. Auch in diesem setzten sich die Dortmund schnell ab und konnten ihre Führung von vier Punkten bis zum Schluss souverän verteidigen. Am Ende hieß es 15:11.
Jubelstürme brachen nach dem Spiel jedoch nicht aus. Trotz des Sieges muss diese Partie als eine der schwächeren Saisonleistungen eingeordnet werden. Will man die nächsten Spiele gegen die, in der Tabelle besser als Vogelsang positionierten Teams bestehen, bedarf es einer dringenden Leistungssteigerung.
Es spielten:
Backhaus, Ben Fraj, Grütering, Grund, Liman, Lindeburg, Pischke, Wolf
Willi Pischke