2. Herren unterliegen deutlich gegen Freudenberg
TSC Eintracht Dortmund II - SG 68 Freudenberg 1:3 (18:25; 11:25; 27:25; 19:25)
- 23.01.2018
Trotz weiter anhaltendem Verletzungspech konnten die Dortmunder mit 11 Mann nach Vogelsang reisen, um dort gegen die Wundertüte der Liga, SG 68 Freudenberg anzutreten, die je nach Besetzung starken Leistungsschwankungen unterliegen. Im Spiel gegen den TSC konnte Freudenberg zum Ärger der Dortmunder leider mit vollem Kader antreten. Auf Seiten des TSC musste Außenangreifer Fabian Wolf auf Grund seiner Außenbandverletzung weiter zum Libero Trikot greifen. Auch der momentan in Topform befindliche Außenangreifer Willi Pischke nahm auf Grund einer Kapselverletzung zunächst auf der Bank Platz, so dass der etatmäßige Libero Memian Sulaiman zum Ersatz Außenangreifer aufrückte. So weit, so ungewöhnlich.
Die Freudenberger starteten von Beginn an mit starkem Blockspiel, die sichere Feldabwehr brachte zudem die schnellen Mittelangreifer der Sauerländer immer wieder eindrucksvoll ins Spiel und damit den TSC vor große Schwierigkeiten. Es war einzig der unterirdisch schlechten Aufschlagquote der Freudenberger zu verdanken, dass der 1. Satz bis zur Satzmitte völlig ausgeglichen blieb. Dann stabilisierten die Freudenberger ihr Aufschlagspiel etwas und gewannen den ersten Satz in der Folge deutlich.
Im 2. Satz kam Willi Pischke für Robin Backhaus ins Spiel, der seine Sache gut gemacht hatte, gegen den starken Freudenberger Block jedoch chancenlos war. Aber auch mit der Verstärkung über Außen fanden die Dortmunder kein Mittel, um den Freudenberger Block zu überwinden. Gleichzeitig schlugen die Freudenberger Angreifer am - eigentlich soliden - Dortmunder Block vorbei oder diesen geschickt an. Es mangelte dabei nicht an der Einstellung der Dortmunder, die um jeden Ball kämpften und auch nicht selten lange Ballwechsel erzwangen, am Ende blieben sie jedoch immer 2. Sieger. Das überdeutliche Ergebnis gibt die Kräfteverhältnisse im 2. Satz auch in der Höhe korrekt wieder.
Es mussten also Änderungen her: Diese gab es in zum Teil unorthodoxer Weise. Bereits zu Ende des 2. Satzes kam der 2. Dortmunder Zuspieler Marco Lafrentz, der in dieser Saison bislang kaum Spielminuten sammeln durfte, auf das Feld. Zu Beginn des 3. Satzes kam Stefan Niebes für den glücklosen Bendix Liman und der Libero auf Abwegen, Memian Sulaiman, durfte als Außenangreifer auf das Feld. Die mutige Entscheidung von Trainer Ole Wirtz zahlte sich aus. Marco Lafrentz verteilte die Bälle unbekümmert auf alle Angriffspositionen und Memian Sulaiman schlug aus allen Lagen. Das die Meisten seiner Bälle wohl eher die Wand als den Hallenboden berührt hätten, wenn nicht der Freudenberger Block die Bälle stets zu Dortmunder Gunsten umlenkte, war zweitranging. Der TSC war plötzlich im Spiel und zog mit einer kleinen Führung davon. Auch der Dortmunder Block konnte jetzt immer mehr Erfolge aus den unzähligen Bemühungen verbuchen. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit mehrfachen Führungswechseln, bei dem der TSC am Ende das glücklichere Händchen hatte.
In den 4. Satz ging es dann mit unveränderter Aufstellungen, bei der Marco Lafrentz weiter stark aufspielte und seine Angreifer auch mal auf ungewöhnlich Angriffsrouten schickte - mit Erfolg. Am Ende mussten sich die Dortmunder aber der an diesem Tag deutlich besseren Block- und Feldabwehr der Freudenberger geschlagen geben.
Es spielten: Backhaus, Ben Fraj, Grund, Grütering, Lafrentz, Liman, Niebes, Pischke, Sulaiman, Wirtz, Wolf