2. Herren gewinnen gegen Tabellenführer aus Hattingen
TuS Hattingen – TSC Eintracht Dortmund II 0:3 (23:25, 24:26, 15:25)
- 18.12.2018
Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen und mit ihm auch das Jahr des europäischen Kulturerbes. Unbestrittenes Kulturerbe des Ruhrgebiets sind mittlerweile die Begegnungen zwischen dem TuS Hattingen und dem TSC Eintracht Dortmund II. Denn beide Teams spielen regelmäßig in der oberen Tabellenhälfte der Landesliga mit, weshalb man sich in der Vergangenheit bereits gegenseitig mögliche Aufstiegschancen zunichte gemacht hat. Gerade deshalb waren die Aufeinandertreffen beider Team in der Vergangenheit mit einer besonderen Brisanz aufgeladen.
Das Spiel begann - aus Dortmunder Sicht – katastrophal. Eine schlechte Annahme und Unkonzentriertheiten im Angriff ließen das Selbstbewusstsein der TSCler binnen Sekunden auf ein Minimum schrumpfen. Um die Gemüter zu beruhigen und den Hattingern den Wind aus den Segeln zu nehmen, nahm Coach Ole Wirtz beim Stand von 0:6 die erste Auszeit. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Schritt für Schritt kämpften sich die Dortmunder heran. Insbesondere die fortan sichere Annahme und die mustergültigen Zuspiele vom Steller Jörg Borkenhagen waren die Basis für einfache Punkte. Doch die Hattinger, die gemerkt hatten, dass dieses Spiel kein Selbstläufer werden würde, hielten dagegen. Es entwickelte sich ein Spiel, wie man es von beiden Mannschaften gewohnt ist: Punkt Hattingen, Punkt Dortmund, Punkt Hattingen, Punkt Dortmund usw…. Am Ende war es ein Fehler der Hattinger der das Momentum auf die Seite der Dortmunder zog. Eine unsaubere Annahme, das daraus resultierende schlechte Zuspiel und ein einfacher Angriffsball der Hattinger beim Stand von 24:23 für die TSC – diese Einladung ließen sich die Dortmunder nicht nehmen und verwandelten über Florian Altfeld zum 1. Satzgewinn. Die mitgereisten Fans – hauptsächlich die Spieler der ersten TSC-Mannschaft – tobten.
Der Zweite Satz verlief so, wie der Erste aufgehört hatte: Beide Teams spielten mit offenem Visier und in Teilen ohne echte Blockabwehr. Davon profitierte insbesondere der wiedergenesene Markus Grund, der anders als üblich (normalerweise Mitte) die zweite Außenposition neben Wilhelm Pischke besetzte. Ohne echten Anlauf, dafür mit jeder Menge Zug im Arm, ließ er der Hattinger Feldabwehr selten eine Chance. Aber auch die anderen Angreifer der TSC konnten ihre Angriffe nutzen. Zum Teil fehlte bei ihren Schlägen jedoch der Druck, sodass viele Bälle ihren Weg zurück ins Feld der Dortmunder fanden. Bemerkenswert, wie schon im Ersten Satz, war die psychische Stärke der TSCler, die sich insbesondere am Ende des zweiten Satzes zeigte. Nach einem Aufschlag der Hattinger, der an der Netzkante hängen blieb und ins Dortmunder Feld fiel, hatten die TScler beim Stand von 23:24 einen Satzball gegen sich. Was einige Spieler in psychische Nöte versetzt, scheint bei Daniel Morton das genaue Gegenteil zu bewirken. Seine Annahme des anschließenden Hattinger Aufschlages war so butterweich, dass die Verwertung durch das Gespann Altfeld-Borkenhagen reine Formsache war. Ein letzter Hieb von Wilhelm Pischke beendete schließlich den Satz zugunsten der Dortmunder – Ergebnis 26:24.
Im dritten Satz schienen sich die Hattinger aufgegeben zu haben. Zwei Satzverluste mit knappem Ausgang waren anscheinend zu viel für die Moral. Ohne echte Gegenwehr spielte sich die TSC in einen Rausch. Zudem machten die Hattinger unfassbar viele Fehler im Aufbauspiel, mit dem Ergebnis, dass die Dortmunder mit teilweise 11 Punkten davonziehen konnten. Diesen Vorsprung konnten die Hattinger nicht mehr aufholen. So wurde der dritte Satz mit 25:15 eingetütet.
Am Ende stand ein 3:0 Sieg der Dortmunder und man blickte in zufriedene Gesichter der TSC-Spieler, die mit einem Sieg gegen den Tabellenführer nun in die Winterpause gehen.
Für die TSC Eintracht spielten: Altfeld, Backhaus, Morton, Grund, Krotz, Ben Fraj, Zorn, Pischke, Gollnow, Borkenhagen
Pischke