1. Herren lassen Punkte in Meinerzhagen liegen

Meinerzhagen - TSC Eintracht Dortmund 2:3 (21:25, 23:25, 25:19, 25:20, 11:15)

Nach der deutlichen Niederlage gegen Lünen am vorherigen Wochenende durfte sich die erste Mannschaft zwar wieder über einen Sieg freuen, konnte sich dabei aber erst im Tiebreak durchsetzen.
Die Dortmunder reisten mit einer dünnen Personaldecke an – man musste heute auf zwei Stammkräfte verzichten. So gab es - vor allem auf den Außenpositionen - nicht viele Wechseloptionen für Aushilfscoach Philipp Görts, der zunächst auf der Bank blieb und sein Team von dort aus taktisch einstellte.
Der erste Satz begann unsicher auf Seiten des TSC. Einige anfängliche Eigenfehler führten dazu, dass die Dortmunder einem Rückstand hinterherrannten (1:4, 6:10), der erst Mitte des Satzes egalisiert werden konnte. Dann setzte sich das gewohnt sichere Spiel des TSC endlich durch und besonders Andre Hoffmann konnte den Meinerzhagener Außenblock immer wieder erfolgreich anschlagen und für direkte Punkte sorgen. So ging der erste Durchgang nach 24:17- Führung doch noch relativ deutlich mit 25:21 an den TSC.
Im zweiten Satz ein ähnliches Bild: nach einer mentalen Auszeit seitens der Eintracht, in der man es nicht schaffte sich effektiv gegen den gegenerischen Block durchzusetzen und man Unsicherheiten in der Annahme offenbahrte, lag man wieder zurück (11:15). Gezielte Aufschlagserien von Laczkowski und Lang brachten den TSC spät wieder in die Spur (17:19, 20:20), bevor Görts „von außen“ den Satz gewann: nach seiner genommenen Auszeit (24:23) landete der Meinerzhagener Aufschlag kläglich im Netz.
In Durchgang drei kristallisierte sich immer mehr heraus, wo heute die Achillesferse der Eintracht liegen sollte. Meinerzhagen spielte viele hohe Bälle über die Außenposition und schaffte es immer wieder sich erfolgreich durchzusetzen. Entweder schlug man geschickt an oder der Block war so löchrig, dass den TSC-Spielern kaum Abwehrmöglichkeiten blieben. Zudem nahm der TSC zu sehr die Schärfe aus den Angaben heraus, sodass selbst die vorher schwachen Annahmespieler von Meinerzhagen keine Probleme hatten, den Ball sauber zu ihrem Zuspieler zu bringen. Meinerzhagen setzte sich Stück für Stück ab (12:17). Und auch die Einwechslungen von Görts und Debütant Altfeld konnten den Satz nicht mehr drehen.
Gleiches Bild im folgenden Satz: immer wieder Fehler im Außenblock, und auch die bisher blass gebliebenen Mittelangreifer von Meinerzhagen konnten mit schnellen Bällen in Szene gesetzt werden, weil sowohl in Aufschlägen als auch Angriffen der Dortmunder die Durchschlagskraft fehlte. Zwei Angabenserien (von 7:6 auf 10:17) sorgten bei den verunsicherten Dortmundern, die immer wieder mit der technischen Linie des Schiedsgerichts haderten, für die Vorentscheidung in diesem Satz.
Doch die Dortmunder Eintracht ließ sich auch von diesen beiden enttäuschenden Sätzen nicht unterkriegen, rappelte sich nochmal auf und zeigte tolle Moral. Nach schneller Führung (5:1) stand der Außenblock endlich stabil und punktete mehrmals direkt. Zudem bewiesen vor allem Zuspieler Görts und Kapitän Hoffmann ihre Klasse: einige zweite Bälle und schnelle Angriffe über Außen nutzten die Lücken in der Meinerzhagener Abwehr und schaukelten den Tiebreak relativ sicher nach Hause. So konnte der TSC am Ende doch noch jubeln, obwohl man in weiten Teilen des Spiels nicht die Leistung abrufen konnte, die die Mannschaft in der Hinrunde so oft ausgezeichnet hat.
Es spielten: Altfeld, Austrup, Görts, Grütering, Hoffmann (C), Laczkowski, Lang, Liman, Sulaiman (L)

 

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