2. Herren erobern Tabellenführung
SG 68 Freudenberg - TSC Eintracht Dortmund II 1:3 (22:25; 26:24; 20:25; 19:25)
- 12.10.2017
Im dritten Saisonspiel ging es für die jungen Helden aus Dortmund nach Hagen, um sich dort mit dem bisherigen Klassenprimus der Landesliga aus Freudenberg zu messen. Mit einer nahezu blütenweissen Weste und nur einem verlorenen Satz in der bisherigen Saison, kam die Rolle des Favoriten klar den Gästen aus dem Siegerland zu. Noch dazu fehlten den Eintrachtschen Mannen Mittelblockerlegende Markus Grund und Trainer Ole Wirtz, der es sich zur gleichen Zeit in der italienischen Sonne gut gehen ließ.
Doch das Fehlen dieser beiden Stützen konnte durch den aufopferungsvollen Kampf aller beteiligten TSC-Spieler ausgeglichen werden. Sowohl im Feld als auch auf der Bank der Dortmunder sah man als TSC-Anhänger reichlich Zufriedenstellendes: Im Feld wurde um jeden Ball gefightet und die Schmetterbälle wurden von allen Positionen gnadenlos in der Feldhälfte der Freudenberger versenkt. Nicht minder war die Performance der bis dato geschonten vier Auswechselspieler auf der Bank zu bewerten. Robin Backhaus zeigte dabei immer wieder angedeutete, aber bis dahin niemals zu einer solchen Vollkommenheit getriebene Motivationsarien, die die innere Spannung im TSC-Team hochhielten. Die Minimierung der eigenen Fehler, das konzentrierte zu Werke gehen über den gesamten Satz und ein selbstbewusstes Auftreten sorgten schliesslich für den hochverdienten Sieg im ersten Satz.
Doch ein solches Zusammentreffen günstiger Umstände kann natürlich nicht ewig währen. Und so kam es, dass die Dortmunder im zweiten Satz deutlich mehr Mühe mit den nun trotzig kämpfenden Freudenberger bekamen. Der folgende Leistungsabfall der TSC im Vergleich zum ersten Satz war nur minimal und dennoch genügte er den Freudenberger diese kleine Schlacht für sich zu entscheiden. Am positivsten, aus Dortmunder Sicht, fiel der immer stärker aufspielende Mittelblocker Bendix Liman auf, der mit seinen eingesprungenen Flatterbällen eine Aufschlagserie von 4 Punkten im Freudenberger Feld unterbringen konnte.
Der kleine Dämpfer sollte jedoch schnell vergessen sein. Durch einen nahezu fehlerfrei spielenden Angriff und eine immer bessere Blockarbeit wurde das Spiel der TSC wieder stabiler. Auch die Annahme, des in der Vorwoche pausierenden Memian Sulaiman, erreichte nun häufiger den Zuspieler Nabil BenFraj auf Höhe der Netzkante, sodass diesem alle Zuspieloptionen offen standen. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Der dritte Satz war der Satz der das Momentum auf die Seite der Dortmunder zog. Mit einem 25:20 Sieg und breiter Brust zogen die TSCler in den vierten Satz und beendeten diesen mit einer künstlerischen Darbietung des Doppelblockes Niebes/Pischke. Dabei schafften es die beiden während des Matchballs den Ball insgesamt viermal durch ihren Block zurück in die Hälfte der Freudenberger zu bugsieren, eher er beim fünften Versuch in das Feld eben jener plumpste.
Es spielten: R. Backhaus, F. Altfeld, D. Butau, F. Wolf, C. Grütering, W. Pischke, R. Carballo Garcia, S.Niebes, N. Benfraj, M. Sulaiman