2. Herren gewinnen zweites Saisonspiel
TSC Eintracht Dortmund - TVE Vogelsang 3:0 (25:21; 25:22; 25:23)

Bendix Liman und Willi Pischke im Block
- 08.10.2017
Am zweiten Spieltag der Landesliga bestritten die TSCler ihr erstes Heimspiel gegen die nur zu siebt angereisten Gäste aus dem Sauerland. Da man gefühlt jedes Spiel der Vorsaison in fremder Halle zugebracht hatte, war es für die Dortmunder ein Segen, auf die fast schon obligatorische einstündige Autofahrt nach Olsberg, Siegen und Co. zu verzichten. Mit einem breiten Kader und einer Rekordzuschauerzahl von neun Besuchern waren die grundlegenden Voraussetzungen für den ersten Saisonsieg geschaffen. Auch die Neuzugänge, die die Hälfte des vergangenen Spieltags auf der Autobahn verbrachten, waren pünktlich und mit Anhang in der Halle.
Von Beginn an zeigten die in grau-orange spielenden Ruhrpötter, dass man den Gegner möglichst schnell besiegen wolle. Das lag in erster Linie an dem materiellen Motivationsschub, der sich Bierkasten nannte und gut ersichtlich vom Geräteraum um die Ecke schielte. Abermals tat sich insbesondere FW4 über außen hervor, gegen den der Block aus Vogelsang nie ein Mittel zu finden im Stande war. Aber auch die Angriffe über die Mittelspieler Florian Allfeld und Markus Grund landeten, bis auf wenige Ausnahmen im gegnerischen Feld. So kam es, dass die TSC direkt mit 5 Punkten davon zog und diesen Vorsprung über den gesamten Satz hielt. Die Punkte der Vogelsänger beruhten meist auf einfachen Fehlern der Dortmunder. Selten war es die eigene Angriffsleistung der Sauerländer, die ihnen zu Punkten verhalfen. Konkret: in der ohne Stammlibero Sulaiman spielenden Annahme der Dortmunder gab es immer wieder Abstimmungsschwierigkeiten, der Block stand selten optimal und zum Unmut des Spielertrainers Ole Wirtz – Erfinder des Wirtzschen Lops und des Kuschel-Rock-Kraftzirkels – wurden mehrere Angaben hergeschenkt. Sei es Drum! 25:21!
Im zweiten Satz änderte sich wenig am Spielverlauf. Doch die Dortmunder passten sich dem schlechten Niveau der Vogelsänger immer häufiger an. Folglich war das Spiel für die Zuschauer eine Zumutung. Sie sahen unter das Netz geschlagene Bälle auf beiden Seiten. Die Hallendecke bekam nun öfter mal einen mit und auch die Angaben trafen selten das gegnerische Feld. Aus diesem Rat-Race gingen die Dortmunder aufgrund der am Ende spielerischen Überlegenheit mit 25:22 als Sieger vom Feld. Etwas mehr Wille und Einsatzbereitschaft hätten den immer wieder ranrückenden Vogelsängern von Anfang an den Wind aus den Segeln genommen.
Der letzte Satz begann so wie der zweite Satz der Dortmund durchweg lief – ausnehmend schlecht. Es bedurfte eines Rückstandes von 8 Punkten bis die Dortmunder beschlossen, dass Spielgerät wieder in angemessenem Maße zu behandeln und das erlernte Volleyballwissen anzuwenden. So gelang es „Den Grauen“ das Ruder grade so rumzureißen und den Satz mit 25:23 für sich zu entscheiden.
Es spielten: Ben Fraj, Butau, Liman, Garcia Carballo, Pischke, Lafrentz, Altfeld, Grütering, Grund, Wolf, Wirtz (Trainer)
Wilhelm Pischke