2. Herren unterliegen knapp im Spitzenspiel
TSC Eintracht Dortmund II : TuS Meinerzhagen 2:3 (20:25; 21:25; 25:19; 31:29; 8:15)
- 09.12.2017
Auf Grund einer Doppelbelegung der Halle in Freudenberg musste das Spiel der 2. Herren gegen TuS Meinerzhagen unter der Woche nachgeholt werden. Bitter für die zweiten Herren, die drei Wochen zuvor in Bestbesetzung auf dem Weg nach Freundenberg waren und unverrichteter Dinge wieder abreisen mussten. Auf Grund der kurzfristigen Spielverlegung fiel den Dortmundern aber zumindest das Heimrecht zu und trotz widriger Anstoßzeit konnte der TSC personell aus dem vollen Schöpfen. Das konnte jedoch auch der TuS Meinerzhagen und so entwickelte sich ein hochklassiges, spannendes Spiel, welches erst nach 2 Stunden und 20 Minuten einen Sieger hervorbrachte.
Der erste Satz begann ausgeglichen, bis zur Satzmitte gelang es keiner Mannschaft sich nennenswert abzusetzen. Meinerzhagen schaffte es dann aber zuerst, zu ihrem Spiel zu finden und stellte den Dortmunder Block durch sehr schnelle und kräftige Mittelangriffe vor zunächst unlösbare Probleme. Stück für Stück erspielte sich Meinerzhagen so einen am Ende recht großen Vorsprung, welcher zum 25:20 Endstand für Meinerzhagen führte.
Im zweiten Satz fand auch der TSC ins Spiel und konnte durch druckvolle Außenangriffe von Fabian Wolf und Wilhelm Pischke, der mit seiner bisherigen Saisonbestleistung mehrfach wichtige Akzente setzen konnte, einen knappen, aber stetigen Vorsprung erspielen. Bis sich bei einer Dortmunder 19:17 Führung der Diagonalangreifer aus Meinerzhagen am Sprunggelenk verletzte, wodurch eine Pause von mehreren Minuten entstand.
Kurioserweise brachte diese Verletzungspause nicht die Herren aus Meinerzhagen, sondern die Dortmunder völlig aus dem Spielfluss und so gaben die Dortmunder den Satz auf den letzten Metern noch zum 25:21 für Meinerzhagen ab. Unbemerkt von der großen Verletzungspause verletzte sich leider auch der Dortmunder Mittelblocker Florian Altfeld im 2. Satz am Sprunggelenk. Trotz später diagnostiziertem Bänderriss spielte Florian noch ein halbe Rotation weiter, bis er sich auswechseln lassen musste. Für ihn kam Spielertrainer Ole Wirtz auf die Mittelposition.
Im dritten Satz fand dann der Dortmunder Mittelblock endlich die passende Antwort für die schnellen Mittelangriffer aus Meinerzhagen. Getragen von der überragenden Stimmung auf der Bank konnte der TSC im dritten Satz dem Spiel endlich seinen Stempel aufdrücken. Neben der jetzt funktionierenden Blockarbeit sorgten Fabian Wolf und Willi Pischke reihenweise für starke Außenangriffe, während Christopher Grütering mit schlauen, effizienten Angriffen über Diagonal für die notwendige Abwechslung sorgte. So war der früh herausgespielte Vorsprung im dritten Satz zu keiner Zeit in Gefahr und führte zum 25:19 Endstand für den TSC.
Im vierten Satz waren beide Mannschaften voll im Spiel und auf Augenhöhe. Durch starke Aufschläge von Fabian Wolf und Willi Pischke konnte sich der TSC mehrfach absetzen, der Vorsprung wurde aber immer wieder durch die überragende Feldabwehr der Meinerzhagener eingeholt. Insbesondere der Libero aus Meinerzhagen trieb den TSC zur Verzweiflung, weil er selbst die schnellsten Blockapraller noch irgendwie vom Boden kratzte. Die Stimmung war auf beiden Seiten gut und intensiv, was es für das - sehr gute - Schiedsgericht aus Freundenberg nicht einfach machte, die Partie zu leiten. Nach mehrfachen unberechtigten Zwischenrufen auf Seiten von Meinerzhagen sah sich der Schiedsrichter gar gezwungen, gelbe und rote Karten zu zeigen. Insgesamt verlief die Partie hart umkämpft, aber am Ende immer fair.
Nach einer zwischenzeitlichen 21:17 Führung für die Dortmunder schien der Satz schon entschieden, doch Meinerzhagen kämpfte sich bis zum 22:22 Gleichstand heran und fortan konnte keine Mannschaft mehr als einen Punkt davonziehen. Das lag zum einen an der guten Feldabwehr auf beiden Seiten, zum anderen daran, dass die Dortmunder Angreifer zu diesem Zeitpunkt zu viel wollten und mehrfach sicher geglaubte Angriffe ins Aus schlugen. Nach aufreibenden 27 Minuten erkämpften sich die Dortmunder den frenetisch gefeierten 31:29 Satzgewinn und zwangen Meinerzhagen in die Verlängerung.
Im Tie-Break konnten die Dortmunder in dieser Saison jedoch noch keinen Blumentopf gewinnen und auch dieses Mal verschliefen sie den Start gründlich. Mit einem 7:2 Rückstand konfrontiert, kämpften sich die Dortmunder mit Blockarbeit und Teamgeist wieder auf 8:8 heran. Als wieder alles möglich erschien musste Zuspieler Nabil Ben Fraj mit einer Zerrung beim Stand von 8:9 ausgewechselt werden. Auf diese entscheidene Änderung des Spielsystems konnten sich die Dortmunder nicht schnell genug einstellen und Meinerzhagen zog humorlos zum 15:8 Entstand davon.
Trotz Niederlage lieferten die Dortmunder ihr vielleicht bestes Saisonspiel gegen einen stark aufspielenden Gegner ab, der am Ende über das gesamte Spiel hinweg etwas konstanter spielte und so verdient gewonnen hat.
Es spielten: Altfeld, Backhaus, Ben Fraj, Grund, Grütering, Liman, Sulaiman, Pischke, Wirtz, Wolf, Lafrentz