Tie-Break Fluch für die 2. Herren

TSC Eintracht Dortmund II - CVJM Siegen 2:3 (19:25;25:19;20:25;25:22;10:15)

Zum Rückrundenauftakt und Heimspiel gegen den CVJM Siegen war die Bank des TSC prall gefüllt - leider zur Hälfte mit Invaliden. Nach dem Doppelspiel unter der Woche gegen Meinerzhagen sowie im Pokal gegen TV Mengede musste der TSC mit Florian Altfeld und Fabian Wolf (beide Sprunggelenksverletzung) gleich zwei Spieler für längere Zeit aus dem Kader streichen. Hinzu kamen noch Erkrankungen und alte Verletzungen, so dass der TSC reichlich dezimiert antreten musste. Daher übernahm Ole Wirtz die Mittelposition und Bendix Liman rutschte auf den Außenangriff.

So begann der TSC recht ansehnlich bis zur Mitte des 1. Satzes. Dann stellte sich der Siegener Angriff gut auf die großen Lücken im hinteren Teil der Feldabwehr ein, auch die neue Mittel/Außenkombination konnte nicht die erhoffte Durchschlagskraft entfalten.

Der Satz ging mit 19:25 verloren und Ole Wirtz stellte zum 2. Satz das Außen/Mittelangriff Experiment folgerichtig wieder um. Mit Erfolg, im zweiten Satz bewies Bendix Liman, dass er als Mittelblock den gegnerischen Angriff weitaus empfindlicher stören kann und tat dies mit einigen eindrucksvollen Blöcken. Auch der 2. Mittelmann Stefan Niebes, der lange Zeit pausieren musste, fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein und spielte nach einer Aufschlagserie sogar in der Feldabwehr überzeugend. Dank des konstant guten Angriffs über Willi Pischke und den klugen Lobbällen von Ole Wirtz setzte sich der TSC früh ab und gewann verdient mit 25:19.

Im dritten Satz verzweifelten die Dortmunder einige Male am starken Block der Siegener und der wiederum ausbaufähigen Verteidigung des eigenen Angriffs auf Dortmunder Seite. Zu viele Bälle fielen unbekümmert in der hinteren Feldhälfte zu Boden. Hinzu kamen unnötige Aufschlagfehler und eine ungewohnt wackelige Annahme. Das Resultat war ein verdienter Siegener Satzgewinn zum 25:20. Als Folge stellte Ole Wirtz erneut um und sich selbst auf die Diagonalposition (es sollte an diesem Spieltag der letzte Positionswechsel bleiben). Dafür musste Christopher Grütering auf der Bank Platz nehmen, der im gesamten Spiel einem starken Block gegenüberstand.

Eben jener Block hatte dann im 4. Satz auch prompt Probleme mit den ungewöhnlichen Lob Bällen von Ole Wirtz. Es entwickelte sich ein enger Schlagabtausch, bei dem Siegen im Laufe des Satzes jedoch einen immer größeren Vorsprung erzielen konnte. Nach einem 10:17 Rückstand und der ersten Auszeit konnte der TSC noch einmal drei Punkte gut machen, aber der starke Siegern Diagonalangreifer, der den TSC schon im Hinspiel quasi im Alleingang besiegt hatte, machte der Eintracht das Leben schwer. Beim Stand von 14:20 bekam Nabil Ben Fraj, der beim TSC für gute Zuspiele, aber nicht unbedingt für ein souveränes Aufschlagsspiel bekannt ist, das Aufschlagsrecht. Mit präzisen Aufschlägen, die verhinderten, dass der Siegener Zuspieler seine Hauptangreifer bedienen konnte, kämpfte sich der TSC Punkt um Punkt heran. Auch 2 gegnerische Auszeiten konnten Nabil Ben Fraj und seine Mitspieler nicht stoppen, erst nach 7 Punkten und der 21:20 Führung gab der TSC das Aufschlagrecht ab. Doch das Momentum war jetzt auf Seiten des TSC, mit einer hervorragenden Annahme von Liberio Memian Sulaiman konnte Stefan Niebes im Aufsteiger bedient werden und nach wenigen Augenblicken stand es 24:22 für den TSC. Bendix Liman, der eine tolle Leistung als Mittelblocker zeigte, hatte jedoch Aufschlagsrecht und bei eben jenem bislang einen rabenschwarzen Tag. Für ihn kam direkt von der Bank Robin Backhaus, der als ersten Ballkontakt des Tages gleich einen Satzball aufschlagen sollte. Keine Aufgabe für schwache Nerven, doch der folgende Aufschlag war nicht nur fehlerfrei, sondern auch stark genug, dass der Siegener Angreifer seinen Angriff direkt ins Netz schlug. Mit 25:22 erzwangen die Dortmunder so den 5. Satz.

Im 5. Satz sind die Dortmunder in dieser Saison jedoch immer als 2. Sieger vom Feld gegangen und dieser "Fluch" sollte auch heute nicht beendet werden. Alle Mannen des TSC gaben alles, die Lücken in der Feldabwehr rissen aber wieder auf und Siegen spielte am Ende klüger und effizienter, so dass der Satz mit 10:15 und damit das Spiel in der Verlängerung verloren ging.

Leider verletzte sich auch heute wieder ein Spieler, dieses mal vom CVJM Siegen, am Sprunggelenk. Wir hoffen, dass sich diese Verletzungsmisere im neuen Jahr nicht fortsetzt und wünschen gute Besserung!

Es spielten: Backhaus, Ben Fraj, Grütering, Pischke, Wirtz, Niebes, Garcia Carballo, Lafrentz, Liman, Sulaiman

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