Eintracht II verliert zum Abschluss der Hinrunde das Spitzenspiel gegen PSV Bochum erst im Tie-Break
TSC Eintracht Dortmund II – PSV Bochum 2:3 (13:25, 26:24, 20:25, 25:20, 5:15)
- 15.12.2014
Zum Ende der Hinrunde meinte es der Spielplan gut und servierte den zahlreichen Zuschauern in der Halle West in der Victor-Toyka-Straße ein hochklassiges Spiel des Tabellenersten PSV Bochum gegen den Tabellenzweiten TSC Eintracht Dortmund II. Ohne alle Spiele dieser Saison gesehen zu haben: Es entwickelte sich das beste Spiel in der bisherigen Bezirksliga-Saison zweier toller Mannschaften.
Die Eintracht aus Dortmund konnte endlich wieder aus dem vollen Schöpfen und war mit zehn Mann zahlreich vertreten. Bochum reiste mit acht altbekannten Gesichtern an – man begrüßte sich in alter Freundschaft zu früher Stunde. Gleich zu Beginn des ersten Satzes bekamen die Zuschauer in Dortmund ein tolles und hochklassiges Spiel zu sehen. Bis zum Stand von 12:13 wechselte die Führung hin und her, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Plötzlich ging ein unerklärlicher Bruch durch die Dortmunder Mannschaft und Bochum machte Punkt um Punkt. Die tiefstehende Sonne allein reicht hier nicht als Erklärungsgrund. Sang- und klanglos ging der erste Satz mit 25:13 nach Bochum.
Nach einigen personellen Wechseln zu Beginn des zweiten Satzes kam die Eintracht aus Dortmund wieder besser im Spiel. Starke Sprungaufschläge sorgten für viele direkte Punktgewinne. Eine tolle kämpferische Leistung vor allem in der Defensive der gesamten Mannschaft führte in der Folge zum verdienten Satzausgleich (26:24).
Unverändert gingen beide Mannschaften in den dritten Satz und wieder hatten die Dortmunder deutlich größere Probleme mit den Sichtverhältnissen als die Bochumer. Trotz besserer Spielanlage mit variablerem Angriff und stärkeren Aufschlägen stand es gegen Ende des dritten Satzes 19:20 für die fast fehlerfrei spielenden Bochumer. Eine kurze Konzentrationspause sorgte in dieser Phase für den zweiten Bochumer Satzgewinn (25:20).
Der vierte Satz brachte die Stimmung in der Halle nun vollständig zum Kochen! Bochum hatte dem Dortmunder Spiel wenig entgegenzusetzen. Angeführt vom im Block nicht zu überwindenden Dortmunder Kapitän und Mittelangreifer Markus Grund spielte Dortmund wie aus einem Guss, in dieser Phase klappte fast alles. Und so ging der vierte Satz mit 25:20 nach Dortmund – es musste also der Tie-Break entscheiden.
Sichtlich gezeichnet von dem aufregenden Spiel hatten die Dortmunder der größeren Erfahrung auf Bochumer Seite nicht mehr viel entgegenzusetzen. Unspektakulär gingen dieser Satz mit 15:5 und somit auch das Spiel mit 3:2 nach Bochum. In der Gewissheit, alles gegeben und abgerufen zu haben, waren beide Mannschaften nach einem tollen Spiel hochzufrieden – immerhin mussten die Bochumer den ersten Punktverlust verkraften und die Dortmunder konnten den zweiten Platz in der Tabelle verteidigen.
Es spielten: Roland Broll, Markus Grund, Dennis Bischoff, Reemt Lindeburg, Stanislav Kirpicnikow, Nils Klein, Marco Lafrentz, Mirko Müller, Peter Nießen, Hendrik Koetz