Sieg gegen den Oberliga Absteiger aus Bochum & Niederlage ohne Zuspieler in Münster

TSC Eintracht Dortmund - SVE Bochum-Grumme 3:0 (25:20 25:18 25:20)
TuS Saxonia Münster - TSC Eintracht Dortmund 3:1 (25:20 25:19 14:25 25:20)

Nicht immer bleibt im Alltag die Zeit zum Schreiben eines Spielberichts, daher gibt es für die letzten beiden Spieltage lediglich eine Zusammenfassung serviert.

Zunächst erwarteten die 1. Herren zu Hause SVE Bochum-Grumme. In der vorherigen Saison noch in der Oberliga aktiv gewesen, mussten sich die Bochumer augenscheinlich in dieser Saison neu aufstellen, was Ihnen aber anscheinend keine Einschränkungen in der Schlagkraft bescherte. Das Einschlagen ging somit ganz eindeutig an die Gäste aus Bochum, aber in dieser Rolle fühlt sich der TSC auch recht wohl.
Schnell zeigte sich dann auch, dass gegen gut funktionierende Block und Abwehrarbeit der Dortmunder das eindrucksvolle Einschlagen nicht fortgesetzt werden konnte. Die Bochumer Angriffe gingen entweder direkt im Block Retour oder wurden von der Abwehr rund um Libero Lukas Maxeiner entschärft. Überhaupt funktionierte der TSC als Mannschaft sehr gut, kaum einer Spieler setzte sich durch große Einzelaktionen in Szene, sondern gemeinsam spielte man schlauer und effizienter als die - körperlich eigentlich überlegenden - Bochumer. Ein Spieler setzte sich dann doch noch für die Dortmunder in Szene: Kapitän Fabian Wolf sorgte im Aufschlag regelmäßig mit wuchtigen Sprungaufschlägen für kleine Serien für die Dortmunder, die dann wiederum das Spiel gut zu Ende spielten.
So war das Spiel dann nach knapp einer Stunde und einem klaren 3:0 unerwartet schnell zu Gunsten der Dortmunder beendet, die sich darüber freuen, mit Humann Essen und Bochum-Grumme bereits zwei Oberliga Absteiger in die Schranken gewiesen zu haben.

Eine Woche darauf ging es dann mit weniger reizvollen Aussichten in das Münsterland, um gegen TuS Saxonia Münster, dem direkten Tabellennachbarn, anzutreten. Leider ohne etatmäßigen Zuspieler, da beide Zuspieler auf Grund Krankheit und Urlaub verhindert waren. Also teilten sich Fabian Wolf und Lukas Laczkowski satzweise das Zuspiel, was diese auch ordentlich machten. Allerdings fiel durch den ungewohnten Zuspieler und das damit verbundene fehlende Timing der Mittelangriff praktisch aus. Darauf stellte sich der Münsteraner Block sehr schnell ein und so fiel es den Dortmundern erwartungsgemäß schwer, ausreichend Druck im Angriff zu entwickeln. Das der TSC die ersten Sätze nicht höher verlor, lag vor allem an der ungebrochen guten Stimmung in der Mannschaft, die um jeden Ball kämpfte.
Im 3. Satz griff Trainer Ole Wirtz dann ganz tief in die Trickkiste und ließ beide Zuspieler zeitgleich auflaufen, um so im etwas veralteten 4-2 System zuzuspielen. Volles Risiko hieß jetzt die Devise und trotz aller Abstimmungsprobleme wurde jetzt auch wieder der Mittelangriff eingebunden. Mit großen Erfolg. Mit dem Mut der Verzweiflung probierten die Dortmunder einfach jedwede Angriffsoption aus und wurden dafür belohnt. Sichtlich irritiert von der unkonventionellen Spielweise kamen die Münsteraner überhaupt nicht mehr ins Spiel und liefen von Beginn an einem immer größer werdenden Rückstand hinterher und die Dortmunder gewannen den 3. Satz deutlich.
Im 4. Satz wurde die Taktik folgerichtig weiter aufrechterhalten. Allerdings hatten sich zum einen die Münsteraner auf die neue Angriffsvielfalt eingestellt und der TSC musste nun dem Einsatz der ungelernten Zuspieler Tribut zollen. Bei einer Führung von 8:4 wurden dem Dortmunder Zuspiel in Folge 5 Zuspiele wegen technischer Fehler abgepfiffen. Allesamt vollkommen korrekte Entscheidungen des Schiedsrichters, aber natürlich sehr schwierig für unsere ambitionierten Aushilfszuspieler. In der Folge war der Lauf der Dortmunder gebrochen, um weitere technische Fehler zu vermeiden baggerten sich die Zuspieler zurück ins Spiel, aber die Unbeschwertheit aus dem 3. Satz wollte sich nicht mehr einstellen und so ging der 4. Satz verdient an Münster.
Trotz der Niederlage war die Stimmung bei den Dortmunder gut, die sich so teuer wie möglich verkauften. Wir sind gespannt auf das Rückspiel  - mit Zuspieler ;)

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