1. Herren müssen erste Niederlage einstecken

TSC Eintracht Dortmund I : TV Dresselndorf 0:3 (22:25 23:25 23:25)

Am Sonntagabend musste unsere „Erste“ ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Mit 0:3 ging das Spiel verdient, aber in der Höhe nicht dem Spielverlauf entsprechend, an die Gäste aus Dresselndorf.

Das Spiel war für die zahlreichen mitgereisten Fans der Gäste, als auch für die nur vereinzelt erschienene Unterstützung der Dortmunder ein volleyballerischer Hochgenuss. Es wurde um jeden Punkt gefightet, beide Mannschaften spielten mit viel Risiko und mussten an diesem Tag ihr volles Potenzial abrufen. Lediglich das Niveau des Schiedsgerichts ließ in manchen Situationen zu wünschen übrig.

Aber der Reihe nach: Dortmund begann schwungvoll und hatte die - zunächst etwas fahrig wirkenden - Dresselndorfer gut im Griff. Der stetig wachsende Vorsprung erreichte seinen Höhepunkt beim zwischenzeitlichen 19:12 aus Dortmunder Sicht. Eigentlich sollte, so kurz vor dem Ende des Satzes, ein solcher Vorsprung nie und nimmer hergegeben werden. Doch es kam anders.  Es folgte eine Aufschlagsserie des gegnerischen Diagonalangreifers Decker, derer die Dortmunder nicht Herr wurden und die in dieser Phase ihre Angreifer kaum in aussichtsreiche Abschlusspositionen bringen konnten. Die gute Feldabwehr der Dresselndorfer tat ihr übriges, spielte die wenig druckvoll gespielten Angriffe sauber auf ihren Steller, der wiederum insbesondere in Außenangreifer Hofmann einen höchst effektiven Abnehmer fand. Nach dem Ausgleich zum 19:19 glich die Partie einem Schwergewichtskampf zweier taumelnder Boxer, in dem sich keine der Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Entschieden wurde dieser erste Satz, aus der Sicht des hiesigen Chronisten, durch zwei eklatante Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns, die zum 24:22 und schließlich zum 25:22-Satzgewinn der Dresselndorfer führten.

Der zweite Satz begann wie der erste Satz damit, dass die Dortmunder sich etwas absetzen konnten. Die Außenangreifer der Eintracht, Wolf und Hoffmann, offenbarten in dieser Anfangsphase ein ums andere Mal Lücken im Block der Gäste oder konnten ihre Angriffe Long-Line im gegnerischen Feld unterbringen. Mitte des zweiten Satzes stand deshalb eine Fünf-Punkte-Führung der Dortmunder zu Buche. Doch einmal mehr rappelten sich die Gäste auf und ließen wenig zu. Aus 10:14 mach 20:18. Damit, so schien es, war der Wille der Dortmunder gebrochen. Eine Umstellung auf Seiten der TSCler, bei der Diagonalangreifer Laczkowski und Zuspieler Grütering durch Thomas Birkhauer und Jörg Borkenhagenersetzt wurden, brachte wenig. Am Ende stand es 25:23 für Dresselndorf. 

Nun also der dritte Satz. Erfahrungsgemäß schleicht sich in diesem Satz bei einer 2:0 Führung bei der führenden Mannschaft oft der Schlendrian ein. Nicht so bei der TV Dresselndorf, die von Beginn des Satzes an konzentriert zu Werke gingen und die Angriffe der TSCler mit guter Blockarbeit in eigene Punkte umzumünzen wussten. Doch die Dortmunder gaben keineswegs klein bei und kämpften verbissen gegen die technisch versierten Dresselndorfer. Doch es sollte an diesem Tag nicht sein. Nach dem 19:19 zogen die Gäste wieder an und konnten nach einem 20:24, den Satz mit 23:25 für sich entscheiden.

Für die TSC Eintracht spielten: Birkhauer, Borkenhagen, Grund, Grütering, Hoffmann, Laczkowski, Lang, Liman, Sulaiman, Wolf, Zorn

Pischke

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