2. Herren holen ersten Saisonsieg
TSC Dortmund II – PSV Bochum 3:0 (25:16, 25:22, 25:13)
- 08.10.2018
Wie so oft im Leben, zeigte sich am Samstag in der TSC-Halle, dass doch viele der Bedenken, die man mit sich herumträgt, unbegründet sind. Um etwas Pathos herauszunehmen: Es handelte sich lediglich um einige Zweifel der TSC-Mannen dem Aufsteiger aus Bochum im zweiten Punktspiel, aufgrund einer äußerst dünne Personaldecke, nicht gewachsen zu sein. Dem Spiel der Dortmunder ging eine Seuchenwoche voraus: Der elf Mann starke Kader schrumpfte binnen weniger Tage auf eine siebenköpfige Truppe zusammen. Glücklicherweise wurde Zuspieler Jens Gollnow nach Erkrankung gerade rechtzeitig wieder fit, um den verletzten Nabil Ben Fraj gebührend zu ersetzen. Mit dem Debütant Paul Erdmann, der eine große Bereicherung im Außenangriff darstellt, stellte sich die Handvoll tapferer Volleyballkrieger aus Dortmund dem Gegner aus Bochum entgegen.
Kaum waren die ersten Bälle gespielt, wurde den meisten Dortmunder Spielern klar, dass die Furcht vor einer Schmach in eigener Halle völlig überflüssig gewesen ist. Kontinuierlich, ruhig und konzentriert erspielten die Dortmunder einen passablen Vorsprung, der mit einem 25:16 Satzsieg ins Ziel gebracht werden konnte. Das TSC-Kollektiv stand bis dato gefestigt in der Abwehr und ließ – dank einer wachen Feldabwehr – wenig Bälle in die eigene Hälfte fallen. Ähnlich reibungslos verlief es auch im Angriff, wo die Mittelblocker Markus Grund und Florian Altfeld Aufsteiger um Aufsteiger gegen die ratlosen Gäste aus Bochum versenken konnten. Auch die Außen- und Diagonalangreifer kamen auf ihre Kosten, was neben den präzise gestellten Bälle von Jens Gollnow auch von der mittelmäßigen Blockarbeit der Bochumer begünstigt wurde.
Doch wie so oft, folgte den schön anzusehenden Stafetten der Dortmunder im nächsten Satz das nackte Grauen. Nicht anders ist es zu erklären, dass man gegen Ende des zweiten Satzes mit vier Punkten zurücklag. Insbesondere die Annahme und die Durchschlagskraft über Diagonal und Außen ließen die Sicherheit aus dem ersten Satz vermissen. Nach einer kurzer Behandlungspause, des zwischenzeitlich angeschlagenen Mittelblockers Markus Grund (leichte Verletzung am Sprunggelenk), kam wieder frischer Wind in die TSC-Reihen. Mit einer fortan sicherer agierenden Annahme drehten die Dortmund den Satz mit Ach und Krach zu einem 25:22 und sicherten sich somit den zweiten Gewinnsatz.
Damit war der Wille der Bochumer gebrochen, die sich im dritten Satz, gefühlt ohne große Gegenwehr, ihrem Schicksal fügten. Hinzu kam, dass in diesem Satz der Youngster im Mittelblock des TSC groß aufspielte. Beinahe alle Bälle gingen auf Florian Altfeld, der in einer Endlosschleife aus kurzen Zuspielen von Jens Gollnow auf das Feld der Bochumer eintrommelte. Der kürzeste Satz des Spiels ging mit 25:13 - keineswegs in der Höhe unverdient – an die Dortmunder.
Für den TSC spielten: F. Altfeld, R. Backhaus, J. Gollnow, T. Krötz, M. Grund, P. Erdmann, W. Pischke
Pischke